Die Immigon Portfolioabbau AG, die Abwicklungsgesellschaft des ehemaligen Spitzeninstituts des Volksbankensektors ÖVAG, beendet ihre Tätigkeit. Die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA stellte per Bescheid fest, dass der Betrieb gemäß Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) nicht weitergeführt wird.

Zuvor hatte die Immigon der FMA mitgeteilt, dass bereits alle Bankgeschäfte abgewickelt wurden und mit 926 Millionen Euro genügend liquide Mittel vorhanden sind, um alle bestehenden und zu erwartenden künftigen Verbindlichkeiten zu befriedigen. Die Hauptversammlung der Immigon hatte bereits am 15. Mai dieses Jahres den Auflösungsbeschluss gefasst und die Ithuba Capital AG als gesellschaftsrechtlichen Abwickler bestellt.

Löschung und Abbauerfolg erst 2029
Aus dem Firmenbuch wird die Immigon aber noch nicht gelöscht: Einige verbriefte Verbindlichkeiten im Volumen von insgesamt rund 200 Millionen Euro haben noch Restlaufzeiten bis maximal 2028. Im Jahr 2029 kann dann die Löschung aus dem Firmenbuch stattfinden.

Spätestens dann soll auch feststehen, wie viel die Steuerzahler zurückbekommen, die die ÖVAG einst mit 1,29 Milliarden Euro aufgefangen haben. Sie werden deutlich mehr erhalten als anfänglich angenommenen. Im Vorjahr berichtete die Immigon ein Eigenkapital von 674 Millionen Euro (per Ende 2017). Zu Beginn war von nur 50 Millionen Euro ausgegangen worden. Die ÖVAG war nach einer sehr expansiven Strategie im Jahr 2009 im Umfeld der Finanzkrise in Schieflage geraten. (eml)