Versicherungen vertrauen auf Immobilien und Private Equity
Österreichs Versicherungen haben seit 2019 ihre Investments bei den Real Assets stark ausgebaut. Insbesondere Private Equity und Immobilien waren gefragt.
Die österreichischen Versicherungen haben in den vergangenen Jahren ihre illiquiden Kapitalanlagen stark ausgebaut. Wie aus dem "Bericht zur Lage der österreichischen Versicherungswirtschaft 2025" der Finanzmarktaufsicht (FMA) hervorgeht, betrug per 30. Juni 2025 der Anteil der Darlehen, Immobilien und Beteiligungen in der Asset Allocation 41 Prozent. Im Jahr 2019 lag diese Quote bei 28 Prozent. Im selben Betrachtungszeitraum verringerte sich der in Staats- und Unternehmensanleihen veranlagte Anteil von 46 Prozent auf 34 Prozent. "Ein Trend, der auch international zu beobachten ist", erklärt die FMA.
Den Ausbau der illiquiden Assets begründet die Aufsicht unter anderem mit der "Suche nach Renditen im Niedrigzinsumfeld". Das Wachstum in den Private-Credit- und Private-Equity-Märkten rücke nun stärker in den Fokus der europäischen Aufsichtsbehörden. "Die FMA untersucht die Entwicklung in diesen Segmenten bereits seit 2016", heißt es im Bericht, weil das Liquiditätsrisiko unterschätzt werden könnte.
Im Europa-Vergleich hohe Immobiliendichte
In diesem FMA-Bericht steht jedoch auch, dass sich das Jahr 2024 durch Stabilität in den Erträgen aus Beteiligungen und Immobilien ausgezeichnet habe. Überdies tragen die Real Assets zur Nachhaltigkeit der Investments der Versicherungsunternehmen bei, denn: "Der klimarelevante Anteil an den Vermögenswerten macht etwa ein Viertel des Portfolios aus und besteht überwiegend aus Investitionen in den Sektoren Energieerzeugung und Immobilien."
Das verwaltete Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 130,2 Milliarden Euro gestiegen. Immobilien haben zurzeit einen Anteil von rund zehn Prozent. Das ist laut FMA "europaweit das zweitgrößte Immobilien-Exposure". Einige Versicherungsunternehmen hätten einen Immobilien-Anteil von mehr als 20 Prozent. Den mit Abstand größten Anteil am Portfolio haben die Beteiligungen (26 Prozent) vor den Investmentfonds (19 Prozent) und Unternehmensanleihen (18 Prozent). (ae)














