Das Ende 2017 gegründete österreichische Insurtech bsurance erhält von mehreren Investoren vier Millionen Euro um sein Modell im Markt zu verankern und um zu expandieren. Das teilt das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Bsurance hat sich auf "B2B2C"-Modelle spezialisiert. Es verkauft individualisierte Versicherungslösungen, die Kooperationspartner wie der Handel, Energieversorger, Telekomunternehmen, aber auch Banken und Versicherungen ihren Kunden am Point of Sale anbieten. So könnte etwa ein Stromanbieter je nach Tarif Versicherungsprodukte für Haushaltselektronik zur Verfügung stellen, eine Bank könnte in das Kontoeröffnungsangebot Versicherungslösungen einbetten, die der jeweilige Kunde wirklich braucht, und so weiter.  

Die Versicherungsprozesse laufen dabei auf einer Cloud-basierten Plattform durchgehend automatisiert ab. Die Polizzenerstellung erfolgt in Echtzeit. Nach dem Marktstart in Österreich und Deutschland soll nun die Expansion nach Westeuropa sowie in die CEE-Länder fortgesetzt werden. Dieser Schritt werde durch die im Vorjahr geschlossenen strategischen Partnerschaften mit Munich Re und Uniqa unterstützt. Parallel dazu laufen Gespräche mit weiteren Versicherungsunternehmen, heißt es.

Bald europäischer Marktführer?
Andreas Nemeth, CEO von Uniqa Ventures, der Venture Capital-Tochter der Uniqa Versicherung, sagt, bsurance könne mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Monate "der führende digitale B2B2C-Anbieter in Europa" werden. Man habe in "ein erfahrenes umsetzungsstarkes Team mit einer überzeugenden und rasch skalierbaren Geschäftsidee investiert", begründet er die Entscheidung.

Neben der Uniqa sind laut Aussendung weitere neue Investoren eingestiegen, die aber nicht genannt werden. Sie würden – über das finanzielle Investment hinaus – einen strategischen Mehrwert und Marktzugänge bieten. Bsurance sei im Acceleratorprogramm des Wiener Innovation-Hub weXelerate "groß geworden", heißt es. (eml)