Die graue Fleeceweste der Outdoor-Marke Patagonia gehört an der Wall Street und in der New Yorker Fintech-Szene längst zum Dresscode. Und nicht nur das: Banken, Finanzdienstleister und Investmentfirmen lassen sogar ihr eigenes Logo auf die Westen sticken, um sie so zu personalisieren. Doch damit ist es jetzt vorbei, wie diverse Medien berichten, darunter die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) und "Spiegel Online".

Patagonia habe entschieden, von Banken und Investmentgesellschaften keine Bestellungen für mit Firmenlogos bestickte Westen mehr anzunehmen, schreibt die SZ. Diesen Unternehmen wohne eine Firmenphilosophie inne, die der Outdoor-Hersteller mit Sitz in Ventura, Kalifornien, ablehnt. Daher wolle er nicht länger mit seinem guten Namen dafür stehen.

Vertriebsprogramm wird eingeschränkt
Patagonia schränke sein Vertriebsprogramm aus diesem Grund deutlich ein, berichtet "Spiegel Online". Künftig sollen nur noch Unternehmen personalisierte Westen erhalten, die als sogenannte "B Corporation" zertifiziert sind, die Initiative "1% for the Planet" unterstützen oder ähnlichen Organisationen angehören. Als "B Corporation" verpflichten sich Firmen dazu, bestimmte Standards für Gesellschaft und Umwelt einzuhalten. Unternehmen, die sich unter "1% for the Planet" zusammengeschlossen haben, investieren ein Prozent ihres Umsatzes in den Umweltschutz. (am)