Die Fondsgesellschaft Ninety One betritt das Feld der börsengehandelten Fonds (ETFs) und geht dafür eine Partnerschaft mit dem Finanzdienstleister State Street Investment Management ein. Dies teilte der britisch-südafrikanische Asset Manager mit. Aus der Zusammenarbeit soll eine Palette aktiver ETFs entstehen, die verschiedene Anlageklassen und sowohl Industrienationen als auch Schwellenländer abdecken. Die ersten Produkte, die auf den europäischen Markt kommen, sollen sich auf globale und Emerging-Market-Aktien konzentrieren.

Damit wagt sich ein weiterer traditioneller Fondsanbieter auf das Parkett der aktiven ETFs. Zuletzt hatten etwa die Investmentgesellschaften Acatis, Alliance Bernstein, Aramea oder die Apobank entsprechende Produkte aufgelegt. Häuser wie Allianz Global Investors, Generali Investments oder die Erste Group haben Neuauflagen angekündigt. Börsengehandelte Fonds, die Elemente des aktiven Managements aufweisen, nehmen in Europa bislang nur eine Nischenstellung ein. Doch das Segment weist hohe Wachstumsraten auf.

Rege Ambitionen
Eine zunehmend wichtige Rolle nehmen dabei Servicegesellschaften ein. So haben Dienstleister wie Universal Investment oder Hansainvest das Feld betreten. Aber auch Europas größter Asset Manager Amundi ist hier aktiv. Pionier und Platzhirsch unter den ETF-White-Label-Gesellschaften in Europa ist Han-ETF mit Sitz in London. Die Großbanken Goldman Sachs und Citigroup haben entsprechende Ambitionen hingegen aufgegeben.

Auch State Street hatte entsprechende Ambitionen angekündigt und hat bereits mit der deutschen Direktbank Comdirect einen ETF gestartet. State Street bietet Serviceleistungen für die Fondsbranche, führt mit der Marke SPDR aber auch eigene ETFs im Sortiment. Die Strategien von Ninety One würden jedoch das bestehende ETF-Produktangebot von State Street IM ergänzen, betonte das Haus in der Mitteilung. (ert)