US-Behörden haben die Notfallabwicklungspläne von vier ausländischen Banken abgesegnet. Neben dem sogenannten "Testament" der Deutschen Bank haben die US-Notenbank Federal Reserve und der Einlagensicherungsfonds (FDIC) auch die der Credit Suisse, UBS und Barclays durchgewunken, wie verschiedene Medien, darunter das "Handelsblatt" berichten.

Die nun abgenickten Notfallpläne haben zwar einige Mängel, wie die Behörden laut den Meldungen mitteilten. Diese seien jedoch nicht schwerwiegend genug, um strengere Regeln oder Auflagen für die Geschäfte zur rechtfertigen. Das ist für die Deutsche Bank also eine gute Nachricht – ansonsten muss sie sich erneut mit einem Betrugsverdacht auseinandersetzten.

Hintergrund der speziellen US-Regeln ist die Finanzkrise 2008 und der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers. Seitdem arbeiten die US-Aufseher daran, Geldhäuser für künftige Krisen besser zu wappnen. Institute, die alllein durch ihre Größe eine Bedrohung für das Finanzsystem darstellen könnten, müssen höhere Kapitalanforderungen erfüllen und seit 2012 auch detaillierte Pläne vorlegen, wie sie sich im Falle einer Schieflage selbst abwickeln. Diese Testamente werden regelmäßig überprüft. Einige Banken mussten schon mehrmals nacharbeiten (FONDS professionell ONLINE berichtete über die Details). (jb)