Die Uniqa International AG wird mit der Uniqa Österreich Versicherungen AG verschmolzen. Das haben Vorstand und Aufsichtsrat Mittwochnachmittag mitgeteilt. Hintergrund ist eine Verschlankung der Strukturen und mehr Kosteneffizienz.

Der Plan, dem die Aufsichtsbehörden noch zustimmen müssen, ist eine leichte Abänderung zur Ankündigung aus dem November. Damals hatte der Konzern bekannt gegeben, dass alle drei großen Gesellschaften Uniqa Insurance Group (UIG, die börsenotierte Holding), die Uniqa Österreich (UAT) und die Uniqa International (UI) verschmolzen werden sollen, wobei man die operativ tätige Uniqa Österreich an die Börse gebracht hätte.

Holding bleibt, muss aber Bereiche abgeben
Nun bleibt die Holding "bis auf weiteres" doch bestehen. Allerdings wird sie weitere Funktionen und ihre Beteiligungen an bestimmten Servicegesellschaften an die Österreich-Tochter übertragen, insbesondere alle gruppeninternen Dienstleistungen. Auch gibt die UIG die Rückversicherungskonzession auf und überträgt das Rückversicherungsgeschäft an die Österreich-Tochter und/oder an die Uniqa Re AG, Zürich.

Laut am Donnerstag bekannt gegebenen Zahlen für das Jahr 2019 konnte der Konzern die verrechneten Prämien um 1,2 Prozent auf knapp 5,4 Milliarden Euro steigern. Die Combined Ratio hat sich von 96,8 Prozent auf 96,4 Prozent verbessert. Das Ergebnis ist, bereinigt um den Verkauf der Anteile an den Casinos Austria, um über 19,5 Prozent gestiegen. "Dieses Ergebnis wird es uns zum achten Mal in Folge ermöglichen, der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende – diesmal um einen Cent auf 54 Cent je Aktie – vorzuschlagen", so Uniqa-Vorstandsvorsitzender Andreas Brandstetter.

Viel Hoffnung nach Übernahme von Axa-Töchtern
Er verweist auf das Wachstumspotenzial in Osteuropa – die Uniqa hat vor wenigen Tagen den Kauf der Axa-Töchter in Polen, Tschechien und der Slowakei bekannt gegeben. "In Österreich liegen die pro Kopf-Ausgaben für Versicherungen bei rund 2.000 Euro pro Jahr, in diesen drei Ländern zwischen 400 und 500 Euro", so Brandstetter. (eml)