Eine Investition mit Zukunft muss heute nicht mehr nur rentabel sein – sie sollte auch nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien erfolgen. Das ist mittlerweile auch den meisten Großinvestoren hierzulande bewusst: 80 Prozent der institutionellen Investoren in Deutschland legen ihr Kapital nachhaltig an. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Ausgabe der jährlichen Nachhaltigkeitsstudie von Union Investment. "Dass inzwischen vier Fünftel der Großanleger Nachhaltigkeitskriterien in ihre Anlageentscheidungen einbeziehen, zeigt die Wirkungen der intensiven Debatten über Nachhaltigkeit und Klimaschutz", sagt Alexander Schindler, Vorstandsmitglied bei Union Investment.
 
Die große Mehrheit der befragten Investoren geht davon aus, dass die Bedeutung nachhaltiger Anlagestrategien künftig weiter zunehmen wird, schreiben die Verfasser der Studie. 83 Prozent erwarten demnach einen sehr starken oder starken Anstieg des ESG-Anlagevolumens in den kommenden zwölf Monaten, 14 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Befragten sind sich einig, dass der nachhaltige Umbau der Wirtschaft die Karten neu mischen und neue Chancen für die Kapitalmärkte mit sich bringen wird. Besonders viel Potenzial sehen die Investoren im Energiesektor, sowie im Transport- und Mobilitätssektor.
 
Aktives Engagement lohnt sich
"Spannend sind für Anleger vor allem Unternehmen, die im Wandel begriffen sind. Als aktiver und nachhaltiger Investor gilt es, diese rechtzeitig zu finden und zu begleiten, bevor der Markt ihr Potenzial entdeckt", betont Schindler. Das Engagement als aktiver Aktionär sei zwar aufwändig, aber ein sehr wirkungsvolles Instrument, um die Nachhaltigkeitspräferenzen von Investoren gezielt und langfristig umzusetzen. (fp)