Mehr als zwei Drittel der Mitarbeiter von Asset Managern in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) geht davon aus, dass ihr Bonus für das Jahr 2020 in Folge der Coronakrise im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent oder mehr zurückgehen wird (Details in der Grafikstrecke oben). Dies zeigt eine Umfrage der Recruiting- und Headhunter-Firma Biermann Neff mit Sitz in Frankfurt am Main und Zürich, die auf die Asset-Management-Branche spezialisiert ist.

Die Befragung zu den Folgen der Corona-Pandemie hat das Unternehmen zwischen dem 30. März 2020 und dem 6. April 2020 vorgenommen. Dafür wurden per E-Mail 2.400 Beschäftigte von Asset Managern anschrieben, 310 von ihnen haben sämtliche Fragen beantwortet. Die Umfrage-Teilnehmer sind zu 80 Prozent in der DACH-Region tätig, 60 Prozent arbeiten in Führungspositionen. "Die Umfrage haben wir mit Unterstützung des Beratungshauses Fehr Advice entwickelt und durchgeführt, das sich insbesondere mit dem Thema der Verhaltensökonomie beschäftigt", sagt Klaus Robert Biermann, Geschäftsführer von Biermann Neff. 

Künftig weniger Meetings und mehr Home Office
Die Resultate sind durchaus interessant: So geben 98 Prozent der Befragten an, ihr Arbeitgeber gehe gut oder sogar sehr gut mit der aktuellen Krise um. 53 Prozent glauben, dass die Ausnahmesituation die Prozesse in ihrem Unternehmen dauerhaft verändern wird, allerdings nur leicht. Über ein Drittel geht hingegen davon aus, dass es zu starken Veränderungen kommen wird. Persönliche Meetings werden nie wieder die Bedeutung gewinnen, die sie vor Krise hatten, erwarten über 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. 32 Prozent gehen davon aus, dass Arbeiten im Home Office durch die aktuellen Erfahrungen künftig eine größere Rolle spielen wird.

Die Stimmung scheinen sich die befragten Asset-Managerment-Mitarbeiter durch die momentane Situation offenbar nicht verderben zu lassen. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, in ihrem Team und im Unternehmen insgesamt sei sie gut. Ein Drittel findet, atmosphärisch sei alles wie immer. Und Krise hin oder her: 91 Prozent der Befragten blicken positiv gestimmt in die Zukunft. Über 60 Prozent würden jungen Menschen auch weiterhin raten, eine berufliche Laufbahn in der Finanzbranche einzuschlagen. 

Für weitere Ergebnisse – klicken Sie sich durch unsere kurze Grafikstrecke oben! (am)