Ein Großteil der österreichischen Privatanleger erwartet, dass die Schwankungen an den Börsen in Zukunft zunehmen. Diese Erkenntnis ergibt sich aus dem "Makro-Barometer", einer Befragung von J.P. Morgan Asset Management unter 1.002 Frauen und Männern zwischen 18 und 65 Jahren, die das Internet nutzen. Diese Erkenntnis ist nach dem sprunghaften Anstieg der Volatilität in 2018 nicht ganz überraschend – sind doch unbeständige Märkte in dieser späten Phase des Konjunkturzyklus keinesfalls ungewöhnlich. Dass sich jedoch ein derart großer Teil der privaten Anleger in Österreich darauf eingestellt hat, ist allerdings bemerkenswert.

Ziel der Befragung war, das Verständnis für die Anlegerwünsche in dieser Phase des Zyklus zu stärken. Für die Teilnahme am Makro-Barometer wurden deshalb nur diejenigen Befragten ausgewählt, die laut eigenen Angaben bereits Investmenterfahrung haben oder am Thema Geldanlage beziehungsweise am aktuellen Weltgeschehen in Wirtschaft und Politik interessiert sind – insgesamt sind dies 919 Befragte oder 91,7 Prozent der Gesamtgruppe.


Mehr über die einzelnen Ergebnisse des Makro-Barometers von J.P. Morgan Asset Management und detaillierte Einblicke in die tatsächlichen Wünsche und Bedürfnisse privater Renditesucher finden Sie in unserer Grafikstrecke oben.


Immerhin ist diesem investmentaffinen Kreis der Befragten klar, dass Spareinlagen im aktuellen anhaltenden Niedrigzinsumfeld keine Alternative darstellen: So sehen 83,6 Prozent der Befragten in den einstmals sicheren Anlagehäfen derzeit keine geeignete Lösung für die langfristige Geldanlage und den Vermögensaufbau. 81,6 Prozent der befragten Österreicher sind sich deshalb sicher, dass man bei der Geldanlage heute neue Wege gehen muss, um langfristig erfolgreich anlegen zu können.

Flexibilität top, Volatilität flop
Um zu ermitteln, welche Attribute diese „neuen Wege“ ausmachen, wurde die Gruppe der Befragten noch weiter spezifiziert, und zwar auf diejenigen Österreicher, die tatsächlich investiert sind (374 Anleger – 37,3 Prozent der ursprünglichen Befragten). Diese wurden gebeten, verschiedene Möglichkeiten, die eine Geldanlage bieten sollte, nach ihrer Wichtigkeit zu ordnen. Als wichtigste Eigenschaft einer Geldanlage wird dabei Flexibilität angesehen sowie auch die Möglichkeit, besondere Risiken - wie beispielsweise aktuell den Brexit – abzusichern. Den Befragten ist ebenfalls wichtig, dass eine Anlage weniger schwankt als der Aktienmarkt und dass es möglich ist zu profitieren, wenn die Märkte einmal nicht nach oben gehen. Ob der Gleichlauf zu anderen Anlagen hoch ist oder nicht, war den Befragten dabei am wenigsten wichtig. (gp)