Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat den Bieterkampf um die Addiko Bank wohl für sich entschieden. Bereits vor Ablauf der Annahmefrist hatte die RBI in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass die erforderliche Mindestannahmeschwelle überschritten worden sei. Da bis zum Ende der gesetzlichen Widerrufsfrist keine Rücknahmen erfolgt waren und die Mindestannahmeschwelle erreicht worden war, galt ein Erfolg des Angebots schon vor Ablauf der Annahmefrist als sehr wahrscheinlich. Das endgültige Ergebnis des Übernahmeangebots stand zunächst noch aus.

Nach Angaben der RBI waren dem Institut zum 27. Juli 55,58 Prozent der Addiko-Aktien angedient worden. Damit lag das Institut über der zuvor auf mehr als 55 Prozent gesenkten Mindestannahmeschwelle. Zudem teilte die RBI mit, dass bis zum Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist keine Rücknahmen erfolgt seien.

Bieterwettstreit mit NLB
Die slowenische NLB hatte im Verlauf des Bieterwettstreits ihr Angebot mehrfach nachgebessert und zuletzt 37 Euro je Aktie in bar geboten. Zudem senkte sie die Mindestannahmeschwelle auf 50 Prozent plus eine Aktie. Dennoch gelang es ihr offenbar nicht, genügend Aktionäre von ihrem Angebot zu überzeugen.

Die ursprünglich bis 22. Juli laufende Annahmefrist für beide Offerten war von der österreichischen Übernahmekommission bis zum 29. Juli verlängert worden. Die RBI bietet 26,50 Euro je Aktie sowie mögliche zusätzliche Zahlungen aus den geplanten Verkäufen von Addiko-Tochtergesellschaften. (cf)