UBS erhöht Boni – Ermotti-Gehalt bleibt gleich
Die UBS erhöht ihre Bonuszahlungen im Zuge der weit fortgeschrittenen Credit-Suisse-Integration. Während der Bonuspool wächst, bleibt die Gesamtvergütung von Konzernchef Sergio Ermotti unverändert.
Die UBS hat ihren Bonuspool für das vergangene Jahr um zehn Prozent erhöht, da sich die Integration der Credit Suisse dem Ende nähert. Die Vergütung von Konzernchef Sergio Ermotti blieb derweil in Schweizer Franken unverändert.
Ermotti erhielt für das Jahr 2025 eine Gesamtvergütung von 14,9 Millionen Schweizer Franken (rund 16,6 Mio. Euro) – davon 12,1 Millionen Schweizer Franken als variable Vergütung, wie die UBS am Montag (9.3.) in ihrem Geschäftsbericht mitteilte.
Vergütungsrahmen bleibt unverändert
"Unser Vergütungsrahmen bleibt gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert, da wir weiterhin einen strikten leistungsabhängigen Ansatz verfolgen", erklärte UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher in dem Bericht.
Die höhere Gesamtzuteilung von Boni spiegele die finanzielle Entwicklung der Gruppe im Vergleich zu 2024, die Fortschritte bei der Integration und die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten sowie marktübliche Erwägungen wider, teilte die Bank weiter mit.
Ermotti-Grundgehalt seit Jahren unverändert
Ermottis Grundgehalt von 2,5 Millionen Schweizer Franken ist dem Bericht zufolge seit 2011 unverändert. Die UBS hatte Ermotti im April 2023 als CEO zurückgeholt, um die staatlich vermittelte Rettung des früheren Rivalen Credit Suisse zu steuern.
Seither sieht sich die Bank mit Herausforderungen seitens der Schweizer Regierung konfrontiert. Die UBS wehrt sich gegen geplante Regulierungsänderungen, die zusätzliche Kapitalanforderungen von bis zu 26 Milliarden US-Dollar nach sich ziehen könnten. Die Bank hat die Haltung der Regierung scharf kritisiert und argumentiert, sie würde dadurch an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Nachfolgefrage rückt näher
Ermotti hat signalisiert, nach Abschluss der Integration zurücktreten zu wollen. Derzeit stellt die Bank eine Liste potenzieller Nachfolger für den CEO-Posten zusammen. Kelleher hat zudem die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass Ermotti ihn eines Tages ablösen könnte. (mb/Bloomberg)















