Die Deutsche Bank hat beschlossen, keine weiteren Geschäfte mit Donald Trump und seiner Firma zu machen, berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf Insiderinformationen. Der noch rund eine Woche im Amt befindliche US-Präsident schuldet Deutschlands größtem Geldhaus mehr als 300 Millionen US-Dollar. Zudem kündigte die New Yorker Signature Bank an, ebenfalls alle Verbindungen zu Trump zu kappen und forderte seinen Rücktritt. Das Institut, das seit langem mit seiner Familie verbunden war, schließt zwei persönliche Konten, auf denen Trump etwa 5,3 Millionen Dollar hielt, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte.

Enge Verbindung
"Wir glauben, dass die angemessene Maßnahme der Rücktritt des Präsidenten der Vereinigten Staaten wäre, was im besten Interesse unserer Nation und des amerikanischen Volkes ist", so das Geldhaus am Montag in einer separaten Erklärung. Die Signature Bank war Trump und anderen in seinem Umfeld – wie Ivanka Trump, Jared Kushner und Michael Cohen – eng verbunden. Im Jahr 2011 berief die Bank Ivanka in ihren Vorstand, die aber ein paar Jahre später wieder zurücktrat. Die "New York Times" berichtete am Montag über diesen Entschluss.

Die Deutsche Bank erklärte letzten Monat, dass Trumps langjährige Bankerin Rosemary Vrablic zurückgetreten ist. Im Verlauf der Jahre hatte das Kreditinstitut Trump Kredite im Volumen von mehreren Hundert Millionen Dollar gewährt. Diese Beziehung setzte das Kreditinstitut während der Präsidentschaft von Trump dem Druck von Politikern und Staatsanwälten aus, Informationen dazu zu veröffentlichen. (mb)