Wertpapiere im Volumen von 7,7 Milliarden US-Dollar wurden zum Rückkauf eingereicht, wie Barclays am Donnerstag mitteilte. Das Gesamtvolumen der in Frage kommenden Notes liegt den Angaben zufolge bei 9,5 Milliarden Dollar.  

Einige Anleger hätten ihre Forderungen auf anderem Wege geltend gemacht, so die Bank. Diese Ansprüche würden derzeit geprüft. Insgesamt waren Wertpapiere im Wert von 17,7 Milliarden Dollar betroffen. "Barclays prüft derzeit die finanziellen Auswirkungen des Rücknahmeangebots und wird zu gegebener Zeit ein Update vorlegen", so die Bank. 

Bei der Präsentation der Ergebnisse des zweiten Quartals hatte Barclays den Verlust in der Sache mit 751 Millionen Pfund (864 Mio. Euro) beziffert. In dieser Schätzung war eine Rückstellung in Höhe von 165 Millionen Pfund für eine erwartete Geldstrafe der SEC enthalten.

Grundlegend, bizarr, peinlich
Im August 2019 hatte Barclays bei den US-Aufsichtsbehörden die Emission von Papieren im Volumen von bis zu 20,8 Milliarden Dollar angemeldet. Im März 2022 gab die Bank dann jedoch bekannt, Anlageprodukte im Wert von rund 36 Milliarden Dollar ausgegeben zu haben. Der Konzern war daher verpflichtet, die betroffenen Wertpapiere zum ursprünglichen Preis zurückzukaufen.

Der Fehler wurde von Analysten als "grundlegend", "bizarr" und "peinlich" bezeichnet und führte unter anderem dazu, dass Barclays einen milliardenschweren Aktienrückkauf verzögerte. Die Bank leitete eine externe Überprüfung des Fehlers ein und sagte, sie werde "geeignete Maßnahmen ergreifen". (mb/Bloomberg)