Kooperationen zwischen Finanz-Startups und traditionellen Bankhäusern laufen oft nicht rund. Das geht aus einer Studie der Hochschule Luzern hervor, über die die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet. Wo es genau hakt, ist dabei nicht ganz klar. Die Probleme in der Zusammenarbeit könnten einerseits der mangelnden Marktreife mancher Fintech-Lösungen geschuldet sein, mutmaßt Ingo Rauser vom Beratungsunternehmen Capco. Andererseits könnten die traditionellen Anreizstrukturen in Banken die Kooperationen ausbremsen.

Um eine Zusammenarbeit mit Fintechs führt für viele Banken allerdings kein Weg herum. Schaffen es die etablierten Geldhäuser nicht, ihre Erträge und Margen deutlich zu steigern, dürfte ein Schulterschluss unausweichlich sein, sagt Rauser. Die Institute geraten durch den digitalen Wandel zunehmend unter Druck. Sie müssen mitziehen, sonst bekommen sie Probleme auf regulatorischer Seite und wachsende Schwierigkeiten, den Kundenwünschen gerecht zu werden.

Ohne Schulterschluss drohen Finanz-Probleme
Viele Fintechs bieten marktreife Lösungen im Bereich Geldwäsche-Schutz oder für das internationale Beratungsgeschäft an. Auch beim Thema Cybersicherheit sind zahlreiche Finanz-Startups vorn dabei. Banken brauchen solche Lösungen. Auf der anderen sind Fintechs auf die Kooperation mit etablierten Finanzdienstleistern angewiesen, sagt Rauser. Lässt der Schulterschluss mit den Banken noch lange auf sich warten, könnten viele Fintechs in finanzielle Schwierigkeiten geraten. (fp)