Der Tiroler Gasmotorenspezialist Innio, der österreichischen Aktienanlegern aus früheren Börsenzeiten noch als Jenbacher bekannt sein dürfte, könnte an das öffentliche Handelsparkett zurückkehren. Jenbacher notierte einst an der Wiener Börse, bis es im Jahr 2003 an General Electric (GE) verkauft wurde. Von dort wanderte das Unternehmen 2018 um rund 3,25 Milliarden Dollar an den Private-Equity-Investor Advent International weiter. Dieser prüft nun laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg Möglichkeiten für einen Verkauf seines Portfoliounternehmens.

Die Buyout-Firma zieht demnach sowohl ein Börsenlisting als auch einen Weiterverkauf an einen Wettbewerber oder einen anderen Investor in Betracht. Ein Deal könnte in der zweiten Jahreshälfte zustande kommen. Für einen IPO müssten ein vorteilhaftes Marktumfeld abgewartet werden – also eine Situation, in der es weniger Schwankungen gibt und in der die Anleger bereit sind, zu hohen Kursen einzusteigen. Nach einem Bericht des deutschen Handelsblatt steht eine Bewertung von fünf Milliarden Euro im Raum. Mit einer möglichen Börsenemission wurde demnach die Investmentbank Lilja beauftragt.

Energieanlagen
Innio vertreibt unter den Produktmarken Jenbacher und Waukesha global Gasmotoren und technische Dienstleistungen für die Energieerzeugung. Die Unternehmenszentrale ist in Jenbach angesiedelt, weitere Hauptbetriebsstätten liegen in Welland, Ontario, Kanada, sowie in Waukesha, Wisconsin, USA. (eml)