Viele Geldhäuser in Deutschland haben bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes damit begonnen, ihre Mitarbeiter regelmäßig einem Covid-19-Test zu unterziehen. Das zeigt eine Umfrage, die die Nachrichtenagentur "Bloomberg" bei sieben Banken durchgeführt hat.

Die Dekabank verschickt seit gestern (13. April) zehn Selbsttest-Kits pro Mitarbeiter an deren Privatadressen. Sie sollen vor jedem Besuch eines Deka-Standorts oder eines sonstigen beruflichen Kontakts durchgeführt werden. Voraussichtlich ab dem 27. April erhalten die Kollegen dann zusätzlich an den Empfängen der jeweiligen Standorte einen Test pro Tag. Ähnlich verhält es sich bei zwei weiteren Instituten. Bereits am 1. April hat die BayernLB mit der Ausgabe von Schnelltests für regelmäßige Mitarbeiter vor Ort begonnen. Auch die LBBW stellt ihren Mitarbeitern für jeden Präsenzarbeitstag einen Testkit zur Verfügung.

Auf eine Strategie mit zwei Tests pro Woche für Stammmitarbeiter im Büro setzen die DZ Bank, die Helaba, die Commerzbank und die NordLB. Wer nur sporadisch kommt, ist bei jedem Besuch zu einem Test angehalten. Darüber hinaus werden beispielsweise von den Betriebsärzten der Commerzbank Corona-Schnelltests im Rahmen der regulären Sprechstunde ermöglicht.

Viele deutsche Banken haben darüber hinaus signalisiert, dass sie ihren Mitarbeitern baldmöglichst auch ein Impfangebot machen wollen und dafür ihre Betriebsärzte einsetzen könnten. Zunächst seien hier allerdings noch rechtliche Fragen zu klären. Und zudem müsse selbstverständlich der Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. (mb)