Das Berliner Start-up N26 will weltweit expandieren und bekommt bei diesem Vorhaben hochkarätige Unterstützung. Der US-Risikokapitalgeber Insight Venture Partners, der Investmentfonds GIC aus Singapur und andere Investoren stellen der Smartphone-Bank auf einen Schlag insgesamt 260 Millionen Euro zur Verfügung. Das berichten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und andere Medien. N26 bekommt damit mehr Geld von Risikokapitalgebern als die meisten anderen europäischen Fintechs bisher.

Die Smartphone-Bank wird nun mit 2,3 Milliarden Euro bewertet und steigt damit in die illustre Liga der Einhörner auf – also jener Start-ups, die mehr als eine Milliarde Euro wert sind. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung der Commerzbank liegt derzeit bei zirka 6,7 Milliarden Euro. N26 ist jetzt mehr wert als beispielsweise die im MDax gelistete Aareal Bank mit Sitz in Wiesbaden. Diese kommt nur auf eine Marktkapitalisierung von 1,7 Milliarden Euro.

Jetzt aber wirklich: Marktstart in den USA
Insgesamt hat das Berliner Startup mittlerweile in vier Finanzierungsrunden umgerechnet rund 435 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem beim Versicherungsriesen Allianz und beim chinesischen Internetkonzern Tencent. Die jüngste Finanzspritze soll zunächst in die US-Expansion fließen, berichtet das "Manager Magazin". Diese soll im ersten Halbjahr 2019 starten. Ursprünglich hatte die Smartphone-Bank den US-Marktstart bereits für 2018 geplant. Stattdessen ging das Unternehmen Ende vergangenen Jahres zunächst in mehreren nord- und osteuropäischen Ländern an den Start. (fp)