Die UBS Group entlässt Banker im Bereich Equity Capital Markets, weil die Erträge aufgrund der Flaute im Transaktionsgeschäft in der gesamten Branche stark zurückgegangen sind, berichtet Bloomberg unter Berufung auf interne Kreise. Die Schweizer Bank hat im März begonnen, Banker im Bereich Equity-Linked und Capital Markets in der Region Europa, Naher Osten und Afrika zu entlassen, heißt es. Aktienemissionen werden dort in diesem Quartal wohl um etwa 70 Prozent zurückgehen; in den USA ist mit einem noch stärkeren Einbruch zu rechnen.

Im vergangenen Jahr kämpften Investmentbanken noch um Fachkräfte in den Bereichen M&A und Kapitalmärkte. Zwar ist es nicht ungewöhnlich, dass Banken regelmäßig im Frühjahr Mitarbeiter entlassen, doch könnte der Stellenabbau auch das Ende des Rennens um Spitzenbanker einläuten. Sorgen um den Krieg in der Ukraine und die straffere Geldpolitik haben die Märkte deutlich gedämpft.

Die Züricher Großbank hat auch Investmentbanker in Schwellenländern wie Dubai und Polen gekündigt, um die Kosten zu sparen, heißt es. Weitere könnten in den kommenden Wochen dazukommen. Investmentbanking-Erträge in Europa werden in diesem Quartal voraussichtlich um mehr als 30 Prozent einbrechen. (aa)