Vor rund einem Jahr wechselte die erfahrene Bankerin Beatrice Schobesberger – damals Chefin des Wealth Managements der Hypo Vorarlberg – in die Erste Bank Österreich. Hier soll sie den Bereich Private Banking, der auf Vermögen zwischen 500.000 und fünf Millionen Euro spezialisiert ist, neu ausrichten, wie FONDS professionell im Gespräch erfuhr.


Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Printausgabe 01/2020 von FONDS professionell. Dort spricht Schobesberger auch über die nötige Frustrationsschwelle in der Kundenakquise, über neue Lösungen für Private-Markets-Investments und über einen Literaturclub, den sie mitgegründet hat.


Insbesondere will sich die Erste Bank nicht mehr darauf verlassen, dass die Kunden automatisch aus den Filialen ins Gruppen-eigene Private Banking wechseln, wenn sie über ein entsprechendes Vermögen verfügen. Schobesberger, die schon in anderen Unternehmen wie Wiener Privatbank oder RLB NÖ für einen deutlichen Anstieg der Private Banking-Vermögen gesorgt hat, will künftig aktiver den Zugang zu den Kunden suchen.

Jüngere Kunden und Frauen
Dabei strebt sie unter anderem eine Verjüngung der Kundenstruktur an, die in den Private Banking-Abteilungen traditionell überaltert ist. Strategisch handelt es sich dabei um einen Fokus, dessen Erfolg sich zeitverzögert manifestieren wird. "Da muss man ein gutes Gespür dafür haben, wer in relativ kurzer Zeit das Potenzial hat, in unsere Kundenschicht hineinzuwachsen", sagt Schobesberger im Gespräch.

Unter anderem knüpft ihr Team verstärkt Kontakte zu jungen Unternehmern aus der Internetökonomie. Auch Frauen werden aktiv angesprochen. Sie habe sich dafür selbst ein Team zusammenstellen können, um diese Bereiche zu entwickeln: "Ich habe einen Pitch gemacht unter Kollegen aus dem Private Banking und aus anderen Abteilungen, um herauszufinden, bei wem ich diesen Spirit orte, in die neue Strategie hineinzugehen", so Schobesberger.

Auf Produktebene geht es zur Zeit den Private Banking Kunden nicht anders, wie dem klassischen Retail: Das Fondssparen und der daraus resultierende Effekt des Cost Averaging gewinnt angesichts der volatilen Zeiten auch hier an Bedeutung. "Wenn ein Kunde neu einsteigen will, bieten wir momentan sogar aktiv an, in Tranchen zu investieren", so Schobesberger. (eml)


Lesen Sie das gesamte Interview in der aktuellen Printausgabe von FONDS professionell, die den Abonnenten dieser Tage zugestellt wird, oder im E-Magazin