Der Warnstreik der Geldtransporter-Mitarbeiter in Deutschland könnte sich auf die Versorgung mit Münzen und Scheinen auswirken. Der Bargeldverkehr werde dadurch "erheblich gestört", kündigte die Gewerkschaft Verdi laut Medienberichten an. Banken und Geschäfte könnten nicht mit Bargeld beliefert werden, wenn Hunderte Geldtransporter bestreikt würden, zitiert das Nachrichtenportal Tagesschau.de Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Die Gewerkschaft hat für den Donnerstagvormittag bundesweit erneut die Beschäftigten von Geldtransporterfirmen zu Warnstreiks aufgerufen.

Unternehmen und Banken rechnen dagegen vorerst nicht mit größeren Problemen. "Die Bargeldversorgung in Deutschland wird nicht zusammenbrechen", so eine Sprecherin der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) gegenüber der Presseagentur dpa. Ein mehrstündiger Streik sei zwar ärgerlich und für die Unternehmen teuer. Solange die Arbeitsniederlegungen aber nicht deutlich länger anhalten, fürchtet der BDGW keine größeren Engpässe, zumal sich nicht alle Beschäftigten am Streik beteiligen würden.

Gleiche Löhne für Ost und West
Die Tarifverhandlungen für die Branche laufen äußerst zäh. In bisher fünf Runden konnte nach Gewerkschaftsangaben kein Ergebnis erzielt werden. Bis zu den nächsten Gesprächen am Freitag müsse die Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, verlangte die Gewerkschaft. Andernfalls würden die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet. Verdi fordert für die etwa 12.000 Beschäftigten der Geld- und Wertbranche eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro. Außerdem sollen die Gehälter im Osten denen im Westen angeglichen werden. (fp)