Die spanische Banco Santander muss für ihre britische Tochtergesellschaft eine Strafe in Höhe von 32,8 Millionen Pfund (36,4 Millionen Euro) zahlen. Dies teilt die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) mit. Die FCA hat die Geldstrafe gegen Santander verhängt, weil nach ihren Erkenntnissen massive Probleme bei der Abwicklung von Nachlässen verstorbener Kunden aufgetreten waren.

Santander habe es versäumt, Geldbeträge von insgesamt mehr als 183 Millionen Pfund (202,9 Millionen Euro) zügig an die Hinterbliebenen zu überweisen, schreibt die FCA in ihrer Mitteilung. Dabei handelt es sich nicht um eine Lappalie: Immer 40.428 Kunden seinen direkt betroffen gewesen. 

Zu große Verögerungen
"Es hat zu lange gedauert, bis die Mängel erkannt wurden", erklärt der zuständige Direktor der Behörde, Mark Steward. Anschließend habe die Bank viel zu lange gebraucht, um die Fehler zu beheben. "Unternehmen müssen in der Lage sein, Probleme schneller zu erkennen und darauf zu reagieren, insbesondere wenn sie zum Schaden von Kunden sind", so Steward. Da Santander bei der Untersuchung kooperiert und die Ergebnisse akzeptiert hat, hat die FCA die Strafe jedoch um 30 Prozent gesenkt. (am)