Der in London angesiedelte Hedgefonds Petrus Advisers aus dem Umfeld des Österreichers Klaus Umek befürwortet eine rasche Fusion der Immogesellschaften S-Immo und Immofinanz. Petrus Advisers hält an beiden Unternehmen Anteile.

Eine Fusion bringe einen regionalen Marktführer für kommerzielle Immobilien mit einem Portfolio von etwa 7,4 Milliarden Euro hervor. "Nach detaillierter Analyse der Kombination schätzen wir Synergien von 19 bis 28 Millionen Euro, die unserer Bewertung nach circa 300 bis 500 Millionen Euro Wert bedeuten", heißt es in einer Aussendung. Das entspreche 13 bis 23 Prozent der kombinierten Pro-forma-Marktkapitalisierung. Aktionäre beider Unternehmen könnten somit zu etwa 20 Prozent profitieren.

Momentum für Fusion
Als langfristiger Investor habe Petrus Advisers die Immofinanz lange auf Probleme bei der Governance und auf Management-Fehler hingewiesen, das Unternehmen aber bei wertschaffenden Strategien unterstützt. Die jüngsten Veränderungen bei der Immofinanz deuten darauf hin, dass sich eine Verschmelzung beschleunigen könnte.

Gleichzeitig berichtet die Tageszeitung "Kurier", dass sich der Fahrplan für den Deal durch die Corona-Krise verzögert. Die für 24. März anberaumte Hauptversammlung, auf der die Transaktion eigentlich abgesegnet werden sollte, sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Nach dem usprünglichen Zeitplan hätte der Deal bis Ende September 2020 stehen sollen. (eml)