Der digitale Vermögensverwalter Whitebox mit Sitz in Freiburg im Breisgau wirbt nun auch unter österreichischen Anlegern. Whitebox-Kunden aus Österreich bekommen laut Aussendung auch Steuerreport-Vorlagen zur Verfügung gestellt. Darin sind die relevanten Daten für die Einkommensteuererklärung vorausgefüllt.

Das Steuerreporting ist einer der wesentlichen Kriterien für ausländische Vermögensverwalter, die in Österreich reüssieren wollen. Geld bei einem auswärtigen Anbieter zu veranlagen ist unkomfortabel verglichen mit dem Inlandsinvestment. Österreicher müssen ihre Einkünfte aus im Ausland angelegtem Vermögen selbst in ihrer Einkommensteuererklärung deklarieren, während bei inländischen Depots die Kapitalertragssteuer gleich von der Bank berechnet und einbehalten wird.

Bei Whitebox kann ab einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro investiert werden. Für die Dienstleistung verrechnet der 2014 gegründete Robo-Advisor eine Pauschalgebühr in Abhängigkeit von der Anlagesumme. Sie beginnt bei 0,95 Prozent und verringert sich stufenweise auf 0,35 Prozent bei einem Anlagevolumen von einer halben Million Euro. Das Geld wird in ETFs und ETCs investiert. Whitebox greife aktiv in die Zusammensetzung der Portfolios ein und streue das Risiko in 23 Anlageklassen wie Aktien, Staatsanleihen, Rohstoffe oder Immobilien.

Fintech-Group als Partner
Das verwaltete Vermögen wird in Deutschland übrigens bei der Partnerbank FinTech Group Bank AG gebucht. Ein bekanntes Unternehmen in Österreich: Fintech Group ist die Mutter von Flatex und wollte ein Banken-Joint Venture mit der Post AG ein gehen, das jedoch jüngst platzte. (eml)