Die UBS knipst ihren Robo-Berater "Smartwealth" aus. Die 2017 in Großbritannien gestartete Online-Vermögensverwaltung stand Kunden ab einer Anlage von 15.000 britischen Pfund (16.600 Euro) zur Verfügung. Der ursprüngliche Plan damals war, den Service nach einiger Zeit auch Kunden außerhalb der Insel zur Verfügung zu stellen. Daraus wird nun nichts mehr, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Eine interne Überprüfung habe ergeben, dass das kurzfristige Potential für die Plattform begrenzt sei.

Die geistigen Eigentumsrechte an Smartwealth werde die Schweizer Bank an den US-amerikanischen Robo-Berater Sigfig verkaufen, hieß es in einer Reuters vorliegenden Mitteilung der Bank an die Mitarbeiter. UBS ist bereits an Sigfig beteiligt, finanzielle Einzelheiten der Transaktion legten die Parteien Reuters zufolge nicht offen.

UBS wollte mit der Plattform zuletzt auch weniger vermögende Kunden anlocken. Normalerweise müssen Vermögensverwaltungskunden bei der Schweizer Bank mindestens zwei Millionen US-Dollar anlegen. Zudem war die Plattform Teil einer größeren Wachstumsoffensive, bei der UBS verstärkt digitale Technologien nutzen will. Smartwealth war aber kein vollständiger Robo: Die Abwicklung verlief digital, die Anlageentscheidungen trafen aber UBS-Experten aus Fleisch und Blut. (jb)