Die US-Gesellschaften Blackrock und J.P. Morgan Asset Management verteidigen ihre Spitzenplätze als stärkste Marken in der europäischen Fondsbranche. Der Branchenprimus Blackrock rangiert im europaweiten Ranking der Umfrage "Fund Brand 50" unter Fondsselektoren erneut auf dem ersten Platz. Die New Yorker liegen auch in acht von zehn Länderrankings vorne, so auch in Österreich. In Deutschland kann hingegen J.P. Morgan AM knapp den Spitzenplatz behaupten.

"J.P. Morgan AM stellt für Blackrock keine nennenswerte Bedrohung mehr dar", kommentiert Barbara Wall von Broadridge die Ergebnisse. Der weltgrößte Asset Manager sichert demzufolge seinen Punktevorsprung in der Umfrage, während Konkurrent J.P. Morgan AM leicht an Boden verloren hat. "Blackrock liegt bei vier Markenattributen an der Spitze, darunter 'Kompetenz' und 'Solidität'", erläutert Wall. Die Rankings für Europa, Deutschland und Österreich finden Sie in der Galerie oben.

Lokalkolorit verblasst
Der größte deutsche Asset Manager DWS fällt hingegen aus den europäischen Top-Rängen heraus. Erst im vergangenen Jahr war die Deutsche-Bank-Tochter in die obere Liga aufgestiegen. In Deutschland und Österreich rangiert das Haus aber weiterhin unter den zehn stärksten Marken. In Deutschland steigt zudem die ETF-Tochter Xtrackers in die Bestenliste auf. Auch Pictet und Fidelity gewinnen deutlich hinzu.

In Österreich wiederum überrascht ein Anbieter mit einem raketenhaften Aufstieg: Invesco. Das US-Haus klettert ganze 13 Plätze nach oben. Daneben baut Blackrocks ETF-Sparte iShares ihre Position aus. Bemerkenswert ist auch, dass unter den Top-Ten-Häusern Österreichs kein heimischer Anbieter mehr rangiert. Die Erste Asset Management und die Raiffeisen KAG waren letztmals 2022 unter den stärksten Marken vertreten.

Markenwert errechnet
Die Studie "Fund Brand 50" hat zum 15. Mal die relative Markenattraktivität von Europas Asset Managern erhoben. Das Team des US-Daten- und Technologieanbieters Broadridge Financial Solutions interviewt für die Untersuchung laufend rund 1.300 Fondsselektoren in Europa, den USA und der Asien-Pazifik-Region.

Die Fondsselektoren sollen bei der Broadridge-Umfrage ihre drei bevorzugten Kooperationspartner nennen und sich dabei an zehn Faktoren orientieren. Dazu zählen eine ansprechende Anlagestrategie, kundenorientiertes Denken, Innovation und Solidität. Die Analysten errechnen aus den Antworten dann einen "Total Brand Score", der den Markenwert der Anbieter abbilden soll. Die "Fund Brand 50"-Auswertung wurde von dem Analysehaus Mackay Williams ins Leben gerufen. Die Gesellschaft wurde 2018 von Broadridge übernommen. (ert)