Der US-Vermögensverwalter Pimco, der zum Allianz-Konzern gehört, erschließt sich ein neues Geschäftsfeld: verbriefte Versicherungsprodukte, auf Englisch "Insurance-Linked Securities" oder kurz "ILS" genannt werden. Das Fondshaus, das vor allem auf festverzinsliche Wertpapiere spezialisiert ist, möchte damit weiter in den Markt alternativer Anlagen vordringen. Dieser biete eine begrenzte Sensitivität gegenüber Zinsschwankungen und entwickle sich unabhängig von anderen Anlageklassen, schreibt Pimco in einer Pressemitteilung. In dem neuen Geschäftsfeld wird die Fondsgesellschaft mit ihrem Mutterhaus Allianz zusammenarbeiten.

Zur Gruppe der ILS zählen unter anderem Katastrophenanleihen, die auch als Cat-Bonds bekannt sind. Dabei nehmen Investoren Versicherern gegen Zahlung festgelegter Beträge das Risiko ab, dass es zu Naturkatastrophen oder anderen genau definierten großen Schäden kommt. Sofern die Katastrophen oder Unglücksfälle ausbleiben, erhalten die Zeichner der Papiere demnach attraktive Zinsen. Institutionelle Geldgeber schätzen derartige Papiere nicht zuletzt unter Risikostreuungsgesichtspunkten, weil deren Wertentwicklung gar nicht oder nur schwach mit der Performance gängiger Assets zusammenhängt.

Variante zur Rückversicherung
ILS haben sich zu einer probaten Variante zur traditionellen Rückversicherungspolice entwickelt. Die Rückversicherungs-Tochter der Allianz, Allianz Re, freue sich, über das Engagement von Pimco neue Ertragsströme generieren zu können, erklärt Amer Ahmed, Vorstandschef der Allianz Re. Bei Pimco wird Rick Pagnani das Geschäft aufbauen und verantworten. Pagnani führte zuvor die ILS-Sparte des Rückversicherungsunternehmens Everest Re mit Sitz in Hamilton, Bermuda. (am)