Der Online-Bezahldienst Paypal erwägt den Aufbau einer Plattform für den Aktienhandel. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) unter Berufung auf den US-amerikanischen Fernsehsender "CNBC". Laut Insidern ist die Planung bereits voll im Gange, über den Starttermin ist allerdings noch nichts bekannt. Es sei laut "Handelsblatt" aber unwahrscheinlich, dass Paypal-Kunden noch in diesem Jahr Wertpapiere über die Plattform kaufen können. 

Paypal-Chef Dan Schulman hatte zum Jahresauftakt den Aufbau weiterer Finanzdienstleistungen als Unternehmensziel ausgegeben. Bereits seit 2020 bietet das Unternehmen seinen Kunden – zunächst im Heimatmarkt – den Kauf von Kryptoanlagen an. Nun soll offenbar der nächste Schritt zu einem erweiterten Dienstleistungsportfolio folgen. Das Interesse am Aktienmarkt war unter Privatanlegern zuletzt stark gestiegen, davon profitieren Trading- und Investment-Apps wie Robin Hood. Die Neobroker könnten genau wie klassische Banken mit Paypal künftig einen schlagkräftigen Konkurrenten bekommen. Der Dienst ist beliebt und wächst rasant. Weltweit gibt es mehr als 400 Millionen aktive Paypal-Konten.

Für Expertise ist bereits gesorgt
Hinweise auf die Pläne des Unternehmens gibt auch ein personeller Neuzugang: Seit August ist mit Richard Hagen bei Paypal ein "CEO Invest" an Bord. Laut seines Profils im Karrierenetzwerk Linkedin verfolgt er das Ziel, "Möglichkeiten im Bereich der Verbraucherinvestitionen zu erkunden". Hagen hat 2005 den Onlinebroker Tradeking gegründet, der 2016 an Wettbewerber Ally Invest verkauft wurde. (fp)