Die OVB Holding mit Sitz in Köln hat ihr Provisionsergebnis im ersten Halbjahr 2018 leicht steigern können. Die erzielten 115,3 Millionen Euro bedeuten ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Außerdem entwickelten sich die Kundenzahlen des europaweit tätigen Finanzvertriebes positiv: Die Gesellschaft betreut 3,41 Millionen Kunden und damit 110.000 mehr als Ende Juni 2017, heißt es einer Pressemitteilung. Die Zahl der Vermittler ist dagegen um 140 auf 4.732 gesunken.

Ein Blick auf die OVB-Regionen zeigt, dass der Vertrieb in Deutschland mit Provisionen in Höhe von 29 Millionen Euro das Vorjahresergebnis von 29,1 Millionen Euro nur knapp verfehlte. Immerhin: Der Rückgang im ersten Quartal 2018, als die Vermittler nur 14,5 Millionen Euro an Provisionen erzielten (15,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ), konnte fast aufgeholt werden.

Schwaches Geschäft im Westen und Süden Europas
In Süd- und Westeuropa dagegen blieb die Vertriebsleistung mit 29 Millionen Euro nach Jahren dynamischen Wachstums um 4,2 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Sehr erfreulich entwickelte sich erneut der Bereich Mittel- und Osteuropa. Dort konnte die OVB einen Zuwachs von 3,9 Prozent auf 57,3 Millionen Euro erzielen.  

"Die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr hat unsere Erwartungen insgesamt leicht übertroffen", sagt Mario Freis, Vorstandschef der OVB Holding. Mit dem Anstieg der Gesamtvertriebsprovisionen in Mittel- und Osteuropa habe der Konzern die gedämpfte Geschäftsentwicklung in Süd- und Westeuropa überkompensieren können. 
  
Die OVB Holding erreichte ferner ein operatives Ergebnis (EBIT) von 5,6 Millionen Euro, das hinter dem des zweiten Quartals 2017 (7,8 Millionen Euro) zurückblieb. Der Grund dafür  seinen in erster Linie höhere Aufwendungen für die Umsetzung strategischer und regulatorischer Maßnahmen gewesen, teilt die OVB mit. (jb)