Der Publikumsfonds Metzler Eastern Europe soll aufgelöst werden. Am 29. April werden alle Anteile zum Nettoinventarwert zurückgekauft und der Erlös an die Anleger ausbezahlt. Das geht aus einer Anlegerinformation hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt.

"Die Verwaltungsratsmitglieder sind der Ansicht, dass die Situation in Osteuropa erhebliche negative Auswirkungen auf den Fonds hat und künftig auch weiterhin haben dürfte", teilt die irische Kapitalverwaltungsgesellschaft Metzler International Investments mit, die mittlerweile zu Universal-Investment gehört. "Deshalb haben die Verwaltungsratsmitglieder nach eigenem Ermessen beschlossen, alle gewinnberechtigten Anteile des Fonds zwangsweise zurückzunehmen, da dies ihrer Ansicht nach im besten Interesse aller Anteilseigner ist."

Zuletzt steckte jeder zehnte Fonds-Euro in russischen Aktien
Das Sondervermögen ist eines von vielen, die seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine eingefroren waren, weil an der Moskauer Börse kein Handel mehr stattfand. Ende Februar waren gut zehn Prozent des zuletzt knapp 15 Millionen Euro schweren Fonds in russischen Aktien investiert.

Mittlerweile können Metzler-Kunden ihre Anteile zwar wieder zurückgeben, sollten sich diesen Schritt aber gut überlegen. Denn: Wer seine Anteile vor dem 29. April verkauft, hat keinen Anspruch auf eine mögliche Nachzahlung, sollte Universal-Investment die russischen Aktien in Zukunft zu einem höheren Preis veräußern können. (bm)