Das österreichische Start-up Own360 bietet Kunden in Deutschland nach eigenen Angaben ab sofort Fondssparpläne zum Nulltarif. Die Gesellschaft mit Sitz in Wien wirbt damit, dass für Anleger keinerlei Kosten für die Depotführung und Transaktionen entstehen, wenn sie in das einzige angebotene Portfolio investieren: Den Own360 Community Fonds, der Aktien von rund 300 Unternehmen von Apple über BMW bis Zalando hält. "Wer also um 100 Euro Anteile am Own360-Community-Fonds erwirbt, besitzt auch um eben diesen Betrag real Anteile der im Fonds gelisteten Unternehmen", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Mindestsumme bei einem Sparplan liegt bei zehn Euro im Monat, ein Minimum für Einmaleinzahlungen gibt es nicht.

"Vereinfacht ausgedrückt haben wir einen Weg gefunden, rund um relevanten Content so viel Umsatz zu generieren, dass damit jene Kosten gedeckt werden können, die sonst der oder die Anleger tragen müssen", erläutert Own360-Gründer Thomas Niss. Konkret können Unternehmen, in die die Nutzer der App über den Fonds anlegen, selber mittels eines Nachrichtenportals innerhalb der App Kontakt zu ihren Aktionären aufnehmen. Diese einmalige Option sei den Firmen einiges wert. 

Aktiengesellschaften können Kontakte zu Kleinanlegern knüpfen
"Die meisten Aktiengesellschaften kennen nur ihre wenigen Großaktionäre. Ihre vielen Kleinanleger können sie nicht adressieren. Mit Own360 haben wir eine Möglichkeit geschaffen, die Brücke von den Unternehmen hin zu diesen Anlegern zu schlagen. Über unsere App können Anleger nicht nur die Entwicklung ihrer Anlage einsehen und steuern, sondern auch von unserem Content-Team aufbereitete Beiträge lesen, was ihre Unternehmen derzeit beschäftigt", so Niss weiter. Nach eigenen Angaben hat Own360 rund 10.000 Anleger und damit Kunden.

Bereits einige Wochen zuvor ist das Hamburger Start-up Rubarb an den Start gegangen, dass seine Mikroinvestment-App ebenfalls, abgesehen von den Fondskosten, zum Nulltarif anbietet. Die drei Gründer, darunter zwei Neffen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, setzen dabei auf ein Affiliates-Programm: "Unternehmen können über unsere App Marketingkampagnen starten, wofür wir Geld erhalten. Davon können dann unsere Nutzer profitieren. Sie kaufen beim Partner ein und bekommen den offerierten Rabatt direkt in ihr Portfolio ausgezahlt. Es ist also ein modernes Cashback-Programm, das komplett banken- und kartenanbieterunabhängig funktioniert", sagte Co-Geschäftsführer Fabian Scholz unlängst in einem Interview mit FONDS professionell ONLINE. (jb)