Oberbank-Generaldirektor Franz Gasselsberger darf sich freuen, seine Bank konnte auch im ersten Halbjahr 2021 gutes Geschäft machen. Vor allem das Wertpapiergeschäft und der Zahlungsverkehr konnten signifikante Zuwächse erzielen. "Während der Lockdowns hatten die Kunden mehr Zeit, sich mit Geldanlage zu beschäftigen. Medial wurden die Nullzins-Landschaft und die Folgen für die Sparer oftmals und ausführlich beschrieben. Geldentwertung durch Inflation sowie der daraus resultierende reale Kaufkraftverlust wurden einer immer breiteren Schicht von Sparern bewusst. Die rasche Erholung der Börsen nach dem Kurssturz im März 2020 und der anhaltende Kursauftrieb motivierten viele Sparer, sich für Geldanlage zu interessieren", erklärt das Unternehmen.  

Dabei zeigt sich laut der Bank, dass sich nicht nur Private, sondern auch Unternehmen verstärkt mit Wertpapierveranlagungen beschäftigt haben. Dies spiegelt sich auch im Provisionsergebnis des Bereichs Private Banking/Asset Management wider. Im 1. Halbjahr konnte das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 8,8 Prozent übertroffen werden, was einen Anstieg um 2,67 Millionen Euro auf 33,14 Millionen Euro bedeutet.

Hoher Anteil nachhaltiger Produkte
Dementsprechend stark entwickelte sich auch der Fondsabsatz.  Mit einem Wachstum von 14,3 Prozent legte das Fondsgeschäft der Oberbank deutlich stärker zu als der Gesamtmarkt mit 8,5 Prozent. In Publikumsfonds sind brutto 276,6 Millionen Euro geflossen. Der Anteil der Netto-Zuflüsse in nachhaltige Fonds betrug dabei 39,4 Prozent.

Die Kurswerte der Kundendepots steigen auf 12,0 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 2,39 Milliarden Euro oder 24,9 Prozent. Das von den Kunden der Oberbank anvertraute Vermögen stieg im Vergleich zum Halbjahr 2020 von 24,44 Milliarden Euro auf 28,48 Milliarden Euro. "Dies ist einerseits eine Folge der Liquiditätshaltung der Kunden, andererseits des starken Trends zu Wertpapierveranlagungen und der Kursanstiege an den Börsen", so die Bank. 

Fortsetzung der Expansion 
Zudem gab die Bank bekannt, dass man die eingeschlagene Wachstumsstrategie und die Expansionspläne weiter verfolgen werde: "Wir haben für 2021 insgesamt drei Gründungen von Geschäftsstandorten in Deutschland, Tschechien und Ungarn vorgesehen. Ende des Jahres werden wir 178 Filialen in unseren Marktgebieten betreiben. Im April haben wir beispielsweise in Potsdam unseren 43. Standort in Deutschland eröffnet. Wir sind damit jetzt in Bayern, in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, in Hessen, in Thüringen, in Sachsen, in Sachsen-Anhalt und in Berlin-Brandenburg vertreten."

Damit ist die Oberbank in acht deutschen Bundesländern mit Standorten aktiv. Deutschland ist mittlerweile ein wichtiger Markt für die Oberbank geworden, schließlich sind rund 14 Prozent der Unternehmenskredite an Firmen in Deutschland vergeben. "Wir sehen in Deutschland viele Chancen, denn die herkömmliche deutsche Bankenlandschaft ist derzeit großen Veränderungen unterworfen. Sparkassen, genossenschaftliche Institute wie auch Großbanken müssen Kosten senken, schließen Filialen und strukturieren ihr Firmenkundengeschäft um. Gutes Personal kommt auf den Markt. Wir halten die Augen offen, beobachten genau und sehen – wie gesagt – viele Chancen. Deshalb evaluieren wir zusätzliche Standorte", erklärt man abschließend. (gp)