In Australien sind derzeit "falsche" 50-Dollar-Noten im Umlauf – und zwar ganz legal: Der australischen Zentralbank, eigentlich eine sehr verlässliche Institution, ist beim Erstellen der Druckvorlage der neuen Banknoten ein Schreibfehler unterlaufen.

Als Sicherheitsmerkmal ist in Miniaturschrift auszugsweise eine Rede der australischen Frauenrechtlerin Edith Cowan abgedruckt. In dem Text der seit Oktober ausgegebenen Scheine fehlt im englischen Wort für Verantwortung ein "i". Statt "Responsibility" ist dort "Responsibilty" zu lesen, berichten verschiedene Medien.

Monatelang ist der Patzer niemandem aufgefallen, erst vor Kurzem machte ein australischer Bürger die Zentralbank auf das fehlende "i" aufmerksam. Die Währungshüter nehmen den Fall gelassen: "Die Notenbank Australiens ist im Bilde und wird die Rechtschreibung vor dem nächsten Druck korrigieren", zitiert "Spiegel Online" einen Sprecher der Zentralbank.

Fünf-Dollar-Note erinnert an Erbrochenes
Seit Oktober ist der Fehler der Zeitung zufolge rund 46 Millionen Mal gedruckt worden. Wer einen solchen "falschen Fünfziger" in seiner Brieftasche findet, kann jedoch aufatmen: Die Banknoten behalten ihre Gültigkeit.

Es ist nicht das erste Mal, dass Australiens Währungshüter mit ihren Scheinen für Schlagzeilen sorgen. 2016 kritisierten die Bürger das neue Design der überarbeiteten Fünf-Dollar-Note: Die giftgelbe Abbildung der landestypischen Prickly-Moses-Wattle-Frucht neben dem Konterfei von Königin Elisabeth II. erinnere an "Erbrochenes" . Im Internet hagelte es hämische Kommentare. "Die Queen sieht aus, als würde sie überlegen, wie sie von dieser Banknote wieder herunterkommt", spottete ein Internetnutzer über die Banknote. (fp)