Die Zahl der N26-Kunden steigt weiterhin rasant an. Derzeit zählt die Smartphone-Bank rund 3,6 Millionen Nutzer – rund eine Million mehr als noch vor drei Monaten. Das gab N26-Gründer Valentin Stalf am Donnerstag bekannt, berichtet das "Handelsblatt". Glaubt man Mitgründer Maximilian Tayenthal, so steht das Wachstum damit erst am Anfang. Langfristiges Ziel seien 100 Millionen Kunden, teilte Tayenthal mit. Daher sei die Expansion in neue Märkte wie die USA wichtig.

Bislang ist N26 in 24 europäischen Ländern aktiv – demnächst auch in der Schweiz. Das monatliche Transaktionsvolumen liegt nach Angaben des Unternehmens derzeit bei rund zwei Milliarden Euro. In den vergangenen Monaten hat sich das Wachstum noch einmal deutlich beschleunigt: Im Dezember sprach N26 noch von über zwei Millionen Kunden. Anfang Januar waren es laut N26 bereits 2,3 Millionen, und im April wuchs die offizielle Zahl auf 2,5 Millionen Kunden.

N26 im Visier der Bafin
Die wachsende Beliebtheit steht im Kontrast zu den Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Monate. N26 musste gravierende Probleme im Kundenservice eingestehen, verstieß gegen Datenschutzregeln und wurde mehrfach zur Zielscheibe von Hacker-Angriffen. Im April wurde bekannt, dass sich auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin mit der Smartphone-Bank beschäftigt. Laut "Handelsblatt" bemängelte die Aufsicht bei einer Sonderprüfung unter anderem die unzureichende Personalausstattung im Kundendienst, die interne Organisation und Überwachung von ausgelagerten Aufgaben und die Technik. (fp)