Die fortschreitende Digitalisierung betrifft mittlerweile so gut wie jede Industrie und wird weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft haben. Die steigende Popularität von Kryptowährungen, Blockchain & Co. begünstigt das Aufkommen digitaler Vermögenswerte – ein Bereich, dessen rechtliche und gesetzliche Regulierung bis dato noch in den Kinderschuhen steckt. Die Digital Asset Association Austria ist ein neuer Verein, der sich insbesondere für die Förderung und nachhaltige Entwicklung des Ökosystems für digitale Vermögenswerte in Österreich einsetzt und somit die Brücke zwischen Akteuren und Entscheidungsträgern schlagen möchte.

Unter digitalen Vermögenswerten versteht man:
1. digitale Informationen, die alle Elemente von eigentumsrechten grundsätzlich erfüllen
2. die auf einer Blockchain (oder alternativen distributed Ledger technologie) eingetragen und durch ein Computerprotokoll transferiert werden können
3. und durch sogenannte Smart Contracts mit zusätzlichen Funktionalitäten ausgestattet sein könnten
4. Beispielhaft nicht abschließende Aufzählung möglicher Vermögenswerte/Tokens:

  • Tokens mit einem technischen Kontrahenten (Utility Tokens)
  • Tokens mit einem rechtlichen Kontrahenten (Security Tokens)
  • Tokens mit Miteigentümerschaft (z.B. Urheberrecht)

Neben der nachhaltigen Entwicklung eines Ökosystems für digitale Vermögenswerte verfolgt die DAAA das Ziel, Österreich als internationalen Vorzeigepartner auf diesem Gebiet zu etablieren. Dabei agiert die DAAA weder als Lobbyingagentur für andere Organisationen und Unternehmen oder als Interessensvertretung für politische Parteien, noch tritt sie in beratender Funktion für Unternehmen auf. Außerdem distanziert sich die DAAA klar von der Förderung von ICOs und STOs ohne Mehrwert und stellt keinerlei Marketinginstrumente für digitale Vermögenswerte zur Verfügung.   

Die Hauptaufgaben der Digital Asset Association Austria sind:   

  • Interessensvertretung für Startups und Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte
  • Unterstützung von erfolgversprechenden Projekten und Initiativen
  • Förderung der Kommunikation, Kooperation und Solidarität unter den Mitgliedern
  • Information für Allgemeinheit und Wirtschaft im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten
  • Internationale Vernetzung und Kooperation mit Politik, Behörden und Institutionen zur Schaffung von standortförderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen

Gründungsmitglieder und Vorstand der DAAA setzen sich aus renommierten Experten im Bereich der digitalen Vermögenswerte zusammen, wie unter anderem Bernhard Blaha (Hero), Daniel Horak (Conda), Wolfgang Matzner (TeleTrader), Anita Posch (PoshMedia), Natalie Enzinger (Enzinger Steuerberatung), Paul Klanschek (bitpanda), Christopher Miess (ICONIC), Oliver Stauber (Jarolim Partner), Thomas Hillebrand (abundancehub /PwC), Richard Lutschounig (Ubibon), Christian Niedermüller (cerberus) und Florian Wimmer (blockpit). Weitere Beiräte und Netzwerkpartner sind unter anderen: Andreas Kern (wikifolio), Christoph Kletzer (Kings College London), Stefan Augustin (ÖNB), Alfred Taudes (WU), Oliver Völkel (Stadler Völkel Rechtsanwälte). (mb)