Die Genossenschaft für Gemeinwohl, die mit ihrer Gemeinwohlbank beim Regulator gescheitert ist, arbeitet nun in kleinen Schritten daran, die Gemeinwohl-Idee in die Finanzwelt zu bringen. Nachdem kürzlich ein eigenes ethisches Konto aufgelegt wurde, verkündet die genossenschaftseigene Akademie nun einen eigenen Lehrgang zum Gemeinwohl-Geldmanager.

Der Lehrgang soll im Herbst 2019 starten, heißt es in einer Aussendung. Er wird in Kooperation mit der Steinbeis-Akademie Berlin und dem nicht näher beschriebenen Programm 'Zukunft führen' angeboten. Die Ausbildung besteht aus fünf jeweils zweieinhalbtägigen Modulen und findet in Wien statt. Neben fachlichem Wissen und inhaltlichen Diskussionen mit Experten sollen die Teilnehmer angeregt werden, "eigene Perspektiven zu entwickeln". Es werden "Inspirationen und Werkzeuge" geliefert, wie man das Geldsystem im Sinne des Gemeinwohls nachhaltig verändern kann.

"Es braucht vermehrt Investitionen in erneuerbare Energien, in die reale und regionale Wirtschaft, in umweltfreundliche Mobilität etc", so Christina Buczko, Leiterin der Akademie für Gemeinwohl. Im Rahmen des Lehrganges werden vier ETCS Punkte vergeben, das Zertifikat stammt von der Steinbeis Akademie, erklärt Buczko. In wie weit es zu einer Anrechenung kommt, das müsse mit der Administration des jeweiligen Studienganges geklärt werden, so Buczko zu FONDS professionell ONLINE. (eml)