Amundi und Société Générale haben am Freitag (11. Juni) einen Vertrag zur Übernahme des Vermögensverwalters Lyxor unterzeichnet, der derzeit zur Société Générale gehört. Beide Seiten hatten im April die Aufnahme von Verhandlungen bekanntgegeben und hätten nun früher als erwartet eine Übereinkunft erzielt, wie es heißt.

Wenn die Aufsichts- und Wettbewerbsbehörden zustimmen, soll der Deal noch Ende 2021 finalisiert werden, teilt Amundi mit. Nach früheren Angaben war angepeilt, Lyxor bis Ende Februar 2022 zu übernehmen.

Lyxor ist ein Schwergewicht bei börsengehandelten Fonds (ETFs). Insgesamt verwaltet die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von 124 Milliarden Euro. Davon stecken 77 Milliarden in ETFs; die Franzosen sind damit Nummer drei in Europa hinter der DWS-Marke Xtrackers sowie dem Platzhirschen iShares von Blackrock. Amundi will mit dem Zukauf die DWS im ETF-Feld überholen und zu Blackrock aufschließen. (eml)


Ein Interview mit dem neuen Amundi Österreich-Chef Gabriele Tavazzani, in dem auch die Lyxor-Übernahme angesprochen wird, lesen Sie in der neuen Printausgabe oder im E-Magazin.