Die FMA hat mit Jahresbeginn die Konzessionen für drei neue Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU/kleine Konzession) und eine Wertpapierfirma (WPF/große Konzession) erteilt. Zu den drei neuen WPDLU zählt Hannes Dolzer, der der Branche als Fachverbandsobmann der Finanzdienstleister bekannt ist. Dolzer erweitert damit seinen Kompetenzbereich, er war bisher als gewerblicher Vermögensberater, Versicherungsmakler und Unternehmensberater tätig.

Konzessioniert wurde als WPDLU auch die neue Weilburg Family Office GmbH. Hinter dem laut Firmenbuch im Oktober gegründeten Unternehmen steht zum größten Teil Sebastian Scholda, Mitgründer der Crowdfunding-Interessensplattform Crowdcircus.

Zu den neu konzessionierten WPDLU gesellt sich noch Caroline Zündel. Die Vorarlbergerin war bisher als selbstständige Vermögesberaterin und Coach tätig und unter anderem bei den Finanzplannern aktiv, wo sie sich nicht zuletzt mit Beratungskonzepten für Frauen beschäftigt hat.

Wertpapierfirma mit internationalem Know-how
Positiv wenn es um mehr Frauen in den Finanzindustrie geht ist die neue Gesellschaft MKP Invest Gesellschaft mbH hervorzuheben. MKP hat die große Konzession als Wertpapierfirma erworben. Das Unternehmen wird von den Investmentbankerinnen Marlies Kinzel und Martina Pokorny geführt. Beide haben zahlreiche Stationen bei internationalen Vermögensberatern und Investmenthäusern hinter sich und nehmen nun das Heft als "wendige Einheit mit großem Netzwerk" selbst in die Hand, wie aus der Homepage hervorgeht.

Wertpapierfirmen besitzen im Unterschied zu den WPDLU die so genannte "große Konzession" nach § 3 WAG 2018. Diese umfasst: Anlageberatung über Finanzinstrumente, Vermögensverwaltung und Annahme und Übermittlung von Aufträgen über Finanzinstrumente. Bei den WPDLU hingegen spricht man von der "kleinen Konzession" nach § 4 WAG 2018, bei der die Vermögensverwaltung im Repertoire ausgeklammert ist. (eml)