Neue Details: Was hinter der Razzia bei der Deutschen Bank steckt
Ein bislang unbekanntes Geldwäsche-Verfahren hat die jüngsten Durchsuchungen bei der Deutschen Bank ausgelöst. Neue Hinweise aus einem älteren Ermittlungsstrang führten schließlich zu den Razzien vorige Woche.
Die Razzia bei der Deutschen Bank wurde durch ein anderes, bisher unbekanntes Geldwäsche-Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main angestoßen, wie die Behörde am Freitag (30.1.) auf Anfrage mitteilte. Finanzvorstand James von Moltke hatte am Donnerstag (29.1.) kurz ein solches zweites Verfahren erwähnt.
Durchsuchung bereits im Mai 2025
In dem bislang unbekannten – und zeitlich älteren – Ermittlungskomplex hatte die Frankfurter Staatsanwaltschaft die Bank ebenfalls bereits durchsucht, und zwar am 26. Mai 2025, wie die Behörde nun mitteilte. Damals wurden Dokumente sichergestellt und ausgewertet, die neue Hinweise ergaben.
Diese Erkenntnisse veranlassten die Ermittler, ein weiteres Verfahren einzuleiten – das wiederum schließlich zu den Razzien vorige Woche führte.
Deutsche Bank verweist auf Kooperation
"Wie bereits mitgeteilt, kooperiert die Deutsche Bank vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft", erklärte ein Sprecher des Geldhauses. "Darüber hinaus kommentieren wir den Sachverhalt nicht."
Von Moltke hatte am Donnerstag in einer Telefonkonferenz erklärt, dass die jüngsten Durchsuchungen auf "Ermittlungen sehr ähnlicher Art aufbauen".
Fokus auf frühere Geschäfte mit Abramowitsch-Bezug
Die Deutsche Bank war am Tag zuvor durchsucht worden. Gesucht wurde gemäß informierten Kreisen dabei nach Unterlagen zu früheren Geschäften von Mitarbeitern mit Firmen, die mit dem inzwischen sanktionierten Roman Abramowitsch in Verbindung stehen. (mb/Bloomberg)















