Der US-Broker Robinhood ist Opfer einer Cyber-Attacke geworden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, haben sich Hacker in der vergangenen Woche Zugang zu Millionen Kundendaten verschafft und für deren Herausgabe Lösegeld verlangt. Das Unternehmen machte den Angriff nun in einem Blogeintrag öffentlich. Darin heißt es, dass nach bisherigem Kenntnisstand E-Mail-Adressen von rund fünf Millionen Kunden und Namen von weiteren zirka zwei Millionen Nutzern erbeutet worden seien. Bei mehr als 300 Kunden kennen die Hacker nun auch persönliche Daten wie Geburtstage und Postleitzahlen.

Glück im Unglück: Der Neobroker geht eigenen Angagen zufolge davon aus, dass die Eindringlinge keine sensibleren Informationen wie Bankdaten oder Sozialversicherungsnummern stehlen konnten. Auch finanzielle Verluste wurden bisher nicht gemeldet. Robinhood hat nach eigenem Bekunden unmittelbar nach dem Angriff am 3. November die Justizbehörden und eine externe IT-Firma eingeschaltet. Die Sicherheitslücke soll inzwischen geschlossen worden sein. Dazu, ob das Unternehmen das geforderte Lösegeld gezahlt hat, gibt es keine Informationen.

Beliebtes Opfer
Robinhood konnte im Coronajahr 2020 einen regen Zulauf an Neukunden verzeichnen und gehört bei jungen US-Anlegern zu den beliebtesten Neobrokern. In Deutschland ist die Trading-App bislang nicht verfügbar. Die jüngste Cyber-Attacke war nicht die erste: In der Vergangenheit hatte Robinhood bereits häufiger Probleme mit Hackern. (fp)