Nächste Milliarden-Übernahme? UBS-Chef lässt aufhorchen
Die UBS treibt den Ausbau ihres US-Geschäfts weiter voran. CEO Sergio Ermotti denkt dabei auch über mögliche Zukäufe nach.
UBS-Chef Sergio Ermotti hat erklärt, dass die Bank bei der Suche nach Wachstumsmöglichkeiten in Nord- und Südamerika eine Übernahme nicht ausschließt.
Das Institut könnte eine Übernahme in Betracht ziehen, sagte Ermotti am Mittwoch (7.5.) auf einer Konferenz im schweizerischen St. Gallen. Er kenne kein großes Unternehmen, das Übernahmen grundsätzlich ausschließen kann. Eine Transaktion sei jedoch nicht zwingend erforderlich, um die Expansionsziele zu erreichen, zu denen auch ein höherer Anteil am Geschäft mit US-Kunden zählt.
US-Vermögensverwaltung soll wachsen
Die Bank arbeitet seit Jahren daran, ihr Wealth-Management-Geschäft in den USA zu stärken. Im vergangenen Monat zeigte das Amerika-Geschäft der UBS Anzeichen einer Erholung: In den ersten drei Monaten dieses Jahres flossen Kundengelder in Höhe von 5,3 Milliarden Dollar zu, nachdem es zuvor drei Quartale in Folge Abflüsse gegeben hatte.
Im März erhielt die UBS die Genehmigung für eine vollständige US-Banklizenz. Geplant ist die Einführung von Zahlungsdiensten sowie Giro- und Sparkonten und einer breiteren Palette weiterer Produkte. Parallel dazu hat die Schweizer Bank kürzlich das Vergütungsmodell für US-Finanzberater überarbeitet. Ziel ist es, durch höhere Auszahlungen und bessere Zusatzleistungen mehr Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen.
Credit-Suisse-Integration in der Endphase
UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher hatte zuvor erklärt, dass die Bank langfristig den Kauf eines weiteren US-Vermögensverwalters prüfen werde, sobald die Integration der Credit Suisse abgeschlossen ist. Dieser Prozess, der nach der Übernahme des früheren Rivalen vor mehr als drei Jahren begonnen hatte, befindet sich inzwischen in der Endphase.
Ermotti äußerte sich auch zu seiner Nachfolge als CEO und zeigte sich zufrieden mit dem internen Kandidatenpool. Auf die Frage, ob er sich für den Verwaltungsratsvorsitz interessiere, antwortete er: "Ich konzentriere mich auf meine aktuelle Rolle."
Ermotti war zur UBS zurückgekehrt, um die Bank durch die Rettung der Credit Suisse im Jahr 2023 zu führen. Zuvor hatte das Institut signalisiert, dass er mindestens bis Anfang kommenden Jahres CEO bleiben wird – mögliche Nachfolger könnten sowohl aus dem eigenen Haus als auch von außerhalb kommen. (mb/Bloomberg)















