Es gibt kaum Themen, die dem Zeitgeist näher sind als Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit. Es gebe nicht nur einen dringenden Handlungsbedarf, es handle sich auch um ein gewaltiges Geschäft, so der Vorstandsvorsitzende der Investmentbank Goldman Sachs, David Solomon. Man könne Nachhaltigkeit nicht mehr als Nebensache abtun, schreibt Solomon in einem Kommentar in der britischen Tageszeitung "Financial Times".

Dort kündigt er an, dass sein Unternehmen in den kommenden zehn Jahren 750 Milliarden US-Dollar für die Finanzierung sowie für Investitionen und Beratungsleistungen in diesem Bereich einsetzen will. Zum Beispiel werde man in ein nachhaltiges Verkehrswesen investieren und dabei auf Fakten wie effizienten Transport oder verringerter Spritverbrauch achten. Auch Investitionen in leistbare Bildung rücken in den Fokus. Ziel sei es, Abschluss- und Vermittlungsquoten zu erhöhen. Man könne durch das zielgerichtete Vorgehen zu Verbesserungen in den Bereichen beitragen. Gleichzeitig werde man aber auch auf die Profitabilität dieser Investments achten, schreibt Solomon.

Der Plan sei noch in einem frühen Stadium. Goldman Sachs habe aber schon Erfahrungen gesammelt. Kürzlich habe die Investmentbank mit dem italienischen Energieversorger Enel eine erste nachhaltige Unternehmensanleihe strukturiert, bei der die Zahlung des Kupons mit dem Anteil an erneuerbaren Energien verbunden ist. (eml)