Nachgerechnet: Wo Regionalbanken das größte Ertragspotenzial finden
Wo bietet sich Regionalbanken das größte Ertragspotenzial? Die aktuelle Regionalbankenstudie von Zeb ergibt teils deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Welche Regionen bei Privat- und Firmenkunden besonders attraktiv sind, zeigt die grafische Aufbereitung von FONDS professionell ONLINE.
Wien bleibt für Regionalbanken der wichtigste Markt, zumindest in absoluten Zahlen. Nach einer erstmals durchgeführten Auswertung der Regionalbankenstudie 2026 von Zeb Austria verfügt die Bundeshauptstadt mit einem Bruttoertragspotenzial von 3,34 Milliarden Euro über das größte Marktpotenzial, gefolgt von Niederösterreich mit 2,43 Milliarden Euro und Oberösterreich mit 2,24 Milliarden Euro.
FONDS professionell ONLINE hat die wichtigsten Ergebnisse der Bundesländerauswertung in einer vierteiligen Bilderstrecke zusammengefasst.
Ein differenzierteres Bild ergibt sich jedoch, wenn die Ertragspotenziale auf Unternehmen beziehungsweise Haushalte heruntergebrochen werden. Bei Firmenkunden liegt Oberösterreich mit einem Bruttoertragspotenzial von 10.821 Euro je Unternehmen an der Spitze. Dahinter folgen Wien (9.743 Euro) und Vorarlberg (9.292 Euro). Laut Zeb spiegelt sich darin unter anderem die Struktur der heimischen Unternehmenslandschaft wider: In Oberösterreich sind tendenziell mehr größere Unternehmen angesiedelt.
Im Privatkundengeschäft führt hingegen Vorarlberg. Dort beträgt das Ertragspotenzial pro Haushalt 2.430 Euro. Dahinter folgen Wien mit 2.090 Euro und Niederösterreich mit 2.040 Euro. Insgesamt bleibt das Privatkundensegment mit einem Ertragspotenzial von 8,63 Milliarden Euro ein bedeutender Ertragstreiber für Regionalbanken.
Herausfordernde Zeiten für Regionalbanken
Ungeachtet der regionalen Unterschiede sehen die Studienautoren die gesamte Branche vor anspruchsvollen Jahren. Angesichts der schwachen Konjunktur und geopolitischer Unsicherheiten seien Regionalbanken gefordert, ihre Ertragssituation zu verbessern. Gleichzeitig könnte der konsequente Einsatz von künstlicher Intelligenz die Wettbewerbsfähigkeit stärken: Bis 2035 ließe sich nach Berechnungen von Zeb rund ein Drittel der Kapazitäten freispielen und für Wachstum, Qualitätssteigerung oder neue Aufgaben einsetzen. (cf)















