Erst Goldman Sachs, jetzt Morgan Stanley: Die US-Investmentbank plant, ihren Standort Frankfurt zu erweitern. Dies berichtet die "Welt am Sonntag". Grund dafür sei ebenso wie bei Goldman Sachs der Bedeutungsverlust, der dem Finanzplatz London aufgrund des Brexit droht.

Der "Welt am Sonntag" zufolge sollen künftig 400 Morgan-Stanley-Banker in Frankfurt arbeiten. Bisher beschäftigt die Investmentbank dort 200 Mitarbeiter. Das Institut selbst habe sich zu den Plänen nicht äußern wollen, schreibt die "Welt am Sonntag". Vor kurzem hatte Goldman Sachs mitgeteilt, das Personal am Frankfurter Standort solle verdoppelt werden.

3.000 bis 5.000 Stellen in den nächsten zwei Jahren
Über alle Institute hinweg rechnet der Verband der Auslandsbanken in den kommenden zwei Jahren mit 3.000 bis 5.000 neuen Stellen in der Mainmetropole, die Brexit-bedingt dort geschaffen respektive dorthin verlagert werden. "Ich gehe davon aus, dass etwa zwölf bis 14 große Banken ihre vorhandenen Standorte in Frankfurt stark ausbauen oder neue errichten", sagte Stefan Winter, Vorstandsvorsitzender des Verbands und Mitglied des Vorstands der UBS Europe, der "Welt am Sonntag".

Pro Haus erwarte er durchschnittlich 300 bis 400 zusätzliche Mitarbeiter, darunter vor allem Risikomanager, IT-Experten und Wertpapierhändler. Mittelfristig werde die Zahl der neuen Mitarbeiter voraussichtlich noch deutlich über die geschätzten 3000 bis 5000 steigen. (am)