Ein Raub von Wertgegenständen aus Bankschließfächern, den der "Kurier" heute publik machte, ist offenbar weit größer als ursprünglich angenommen. Die Tageszeitung hatte berichtet, dass professionell agierende Täterbande es geschafft hatte, in den mit moderner Sicherheitstechnik ausgestatteten Saferaum der großen Raiffeisenbank Mödling (NÖ) einzudringen und die Schließfächer leerzuräumen.

Freitagnachmittag tauchten dann Berichte über weitere betroffene Banken auf: "Orf.at" und "Heute" berichten über weitere Fälle bei der Raiffeisenbank in der Muthgasse im 19. Wiener Gemeindebezirk, so wie bei der Filiale der Bank Austria in Klosterneuburg (NÖ), das an den 19. Bezirk angrenzt. Während in ersten Berichten laut Polizeiangaben als Tatzeitpunkt Mittwoch, 18. November genannt wurde, dürfte mittlerweile der Freitag, der 13. November als einheitlicher Tattag feststehen. Die Bank Austria in Klosterneuburg dürften die Kriminellen von 18.40 Uhr bis 23.20 Uhr aufgesucht haben. In Mödling wird nun ein Zeitraum von exakt 20.07 Uhr bis 23.11 Uhr genannt. Die Raika in Wien-Döbling wurde von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr heimgesucht. Die Täter seien dabei nicht gewaltsam vorgegangen, sondern konnten die technischen Sperren überwinden. Gestohlen wurden unter anderem Bargeld, Schmuck, Edelsteine und Gold.

Schließfächer überprüfen
Offenbar war einem Schließbankbesitzer in Mödling zuerst das Fehlen seiner Besitztümer aufgefallen. Laut "Heute" wurde dem Kunden zuerst kein Glauben geschenkt. Der Fall kam ins Rollen, nachdem der Mann zur Polizei ging. In den kommenden Tagen dürften Schließfachbesitzer aufgerufen werden, ihren Besitz zu überprüfen. (eml)

Update 23.11.: Angaben zum vermuteten Tatzeitpunkt.