Die Schweizer Großbank UBS ist auf Shoppingtour: Laut mehreren Medienberichten, darunnter dem "Deutschlandfunk", spielt sie mit dem Gedanken, die Deutsche Bank zu übernehmen.  Auch an der Commerzbank sowie an den britischen Geldhäusern Barclays und Lloyds Banking Group hat das Institut wohl Interesse gezeigt. Zuerst hatte die Schweizer "Sonntagszeitung" über die Übernahmefantasien der UBS berichtet. Von Seiten der Schweizer heißt es, man schaue sich gezielt nach Banken um, die ähnlich aufgestellt seien wie die UBS und mit denen man sich gut ergänze.

Auch auf ihrem Heimatmarkt wäre die UBS gerne aktiv. Ihr Präsident Axel Weber hatte im Rahmen regelmäßiger Überlegungen zu strategischen Optionen die Machbarkeit einer Mega-Fusion mit der Konkurrentin Credit Suisse geprüft . Seine Pläne stießen jedoch laut "Deutschlandfunk" sowohl innerhalb des eigenen Hauses als auch bei der Credit Suisse auf Ablehnung. 

Große Hürden für Fusion
Schon beimBekanntwerden der Fusionspläne in der Schweiz hatten Experten kritisch reagiert. Zwar hätte ein Deal zwischen der UBS und der Credit Suisse kostspielige Doppelbesetzungen und Überschneidungen beseitigen können. Aber eine solche Transaktion wäre dennoch schwierig geworden, meint Andreas Venditti, Analyst bei Vontobel. "Die Regulierung wäre in meinen Augen die größte Hürde", sagte er. Ein Deal war für ihn nicht wahrscheinlich, da die Anforderungen umso härter sind, je größer eine Institution ist. Bleibt abzuwarten, was die Bankenaufseher zu einem möglichen Zusammenschluss zwischen UBS und Deutscher Bank sagen. (fp)