Die französische Großbank Société Générale erwägt der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge den Verkauf ihrer Asset-Management-Einheit Lyxor. Der Bericht stützt sich auf die Aussagen zweier anonymer Insider. Das Institut soll mit seinem Gebot grundsätzlich auf Interesse gestoßen sein. Der Nachrichtenagentur zufolge zählen der deutsche Branchenprimus DWS sowie der französische Fondsriese Amundi zu den Bietern.

Branchenbeobachter prophezeien seit geraumer Zeit eine Konsolidierung im Asset Management. Tatsächlich war es bereits zu einer Reihe von Zusammenschlüssen gekommen. So ging Janus mit Henderson und Aberdeen mit Standard Life zusammen. Amundi wiederum hatte Pioneer Investments übernommen. Kürzlich kam mit der Übernahme von Legg Mason durch Franklin Templeton wieder Bewegung in die Branche. Auch um die DWS rankten sich Fusionsgerüchte. So soll ein Zusammengehen mit der Investmentsparte der Schweizer Großbank UBS ausgelotet worden sein. Die Gespräche verliefen angeblich im Sande.

Verkaufspläne nachgesagt
Auch um die Société-Générale-Tochter kursierten bereits vor einem Jahr Meldungen über Verkaufspläne. Mit der Deutschen-Bank-Tochter DWS und dem französischen Anbieter Amundi gibt es nun konkrete Namen. Sprecher von Lyxor, DWS und Amundi verwiesen auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE darauf, dass Marktgerüchte grundsätzlich nicht kommentiert würden.

Amundi war vor zehn Jahren als Gemeinschaftsunternehmen der Société Générale und der Crédit Agricole für das Investmentgeschäft gegründet worden. Die Société Générale hatte mit Lyxor aber noch einen eigenen Asset Manager betrieben. Beim Börsengang vom Amundi im Jahr 2015 hatte die Société Générale dann ihre Anteile an Amundi weitgehend abgestoßen. Die Crédit Agricole war damit als Großanteilseigner zurückgeblieben. (ert)