In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 haben Anleger rund 46 Milliarden Euro von den Asset Management-Töchtern der Allianz abgezogen. Dies geht aus den Quartalszahlen des Versicherungsriesen hervor. Demnach entfiel mit 43 Milliarden Euro das Gros der Abflüsse auf den US-Bondspezialisten Pimco. Allianz Global Investors verbuchte unter dem Strich Mittelabzüge in Höhe von 3,4 Milliarden Euro. Das von beiden Töchtern für Dritte verwaltete Vermögen schmolz im Laufe des Coronakrisen-Quartals um 7,7 Prozent auf 1,56 Billionen Euro.

Bei der Entwicklung von Umsatz und operativem Gewinn der Sparte zeigt sich je nach Vergleichszeitraum ein unterschiedliches Bild. So schrumpften zum Jahresauftakt die Erlöse im Vergleich zum Schlussquartal 2019 um fast zwölf Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging um 9,5 Prozent auf 679 Millionen Euro zurück.

Gewinnsprung gegenüber Vorjahr
Beim Vergleich des ersten Quartals 2020 zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kann sich der Versicherungsriese aber noch über ein deutliches Plus freuen. Der Umsatz kletterte um 12,5 Prozent. Dies geht vor allem auf das Konto der kalifornischen Pimco, die ein Plus bei den Gebühreneinnahmen von mehr als 18 Prozent verzeichnete. Der operative Gewinn der Asset-Management-Einheit kletterte um satte 18,6 Prozent.

Der Gesamtkonzern berichtete für das erste Quartal ein operatives Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro, verglichen mit drei Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Schon im April hatte das Unternehmen seine Prognose für das Jahr angesichts der Coronavirus-Krise zurückgezogen. Zuvor war die Allianz von einem operativen Gewinn von 12 Milliarden Euro plus, oder minus 500 Millionen Euro, für 2020 ausgegangen. (ert)