China riegelt aus Angst vor einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus ganze Stadtviertel seiner Hauptstadt Peking ab, und auch in den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen wieder. "Die Angst vor einer zweiten Welle mit dramatischen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft ist zurück", sagt Adolf Rosenstock, volkswirtschaftlicher Berater bei Mainsky Asset Management.

Der weitere Ablauf der Pandemie ist offen. Hoffnung machen Daten, die zeigen, dass mit der schrittweisen Aufhebung des Lockdowns und der sinkenden Angst vor Ansteckung die Lähmung der Wirtschaft langsam überwunden wird. "In Kombination mit der beispiellos expansiven Geld- und Fiskalpolitik wird das Licht am Ende des Corona-Tunnels heller", sagt Rosenstock.

Diversifikation ist Trumpf
Der konjunkturelle Einbruch sollte die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigen und schon im dritten Quartal "könnte eine kraftvolle Erholung einsetzen", sagt Rosenstock. Er rechnet damit, dass das Thema Liefersicherheit in Zukunft eine größere Rolle spielen und die Wirtschaft mehr Wert auf Diversifikation legen wird. Im Zweifel dürften sie künftig auf Bezugsquellen im eigenen Land oder zumindest dem eigenen Kontinent zurückgreifen. (fp)