Die Reihen lichten sich: Die drittgrößte japanische Bank, die Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG), wird ihre Europazentrale aufgrund des Brexits von London nach Frankfurt verlegen. Dies berichten diverse Medien, unter anderem das "Handelsblatt", das sich auf einen Artikel der Wirtschaftszeitung "Nikkei" bezieht. Mit der Verlegung der Europazentrale sei auch ein Umzug von Beschäftigten verbunden, heißt es.

Derzeit sind rund 1.000 SMFG-Mitarbeiter in London tätig. Wie viele von ihnen konkret umziehen müssen, ist bislang nicht bekannt. Auch die beiden größten japanischen Wertpapierhändler Nomura Holdings und Daiwa Securities haben bereits beschlossen, ihre Standorte in der EU von London an den Main zu verlagern.

Zwischen 3.000 und 5.000 neue Arbeitsplätze in Frankfurt
Nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union benötigen in London ansässige Finanzinstitute eine eigene Gesellschaft mit Banklizenz in einem EU-Land, damit sie Produkte und Dienstleistungen in den weiteren Mitgliedstaaten vertreiben dürfen. Der Verband der Auslandsbanken erwartet, dass durch den Brexit in den kommenden zwei Jahren 3000 bis 5000 Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen werden. (am)